Tourentätigkeit im Laufe der Vereinsgeschichte

In der Zeit der gemeinsamen Sektion Ulten in den Jahren 1958-1962 wurden die Vereinstouren fast ausschließlich im Tale und in der näheren Umgebung durchgeführt. Ausnahme bildete die Gletschertour auf den Ortler. Dabei ist anzumerken, dass Tirols „höchsten Spitz“, den Ortler, lange vor der Vereinsgründung Pankrazer Bergsteiger bestiegen haben. Als Untersektion von Lana wurden in den Jahren 1963-1978 anspruchsvollere Ziele in den verschiedensten Gegenden Südtirols und in den Nachbarregionen- und Ländern angegangen.
Die Chronik berichtet von Skitouren, Wanderungen, Klettersteigen sowie Berg- und Gletschertouren, wie Weißkugel, Ortler, Via delle Bocchette (Brentagruppe), Zugspitze, Marmolata-Westgrat, Plattkofel; zudem wagte man sich bereits auf die Große Zinne und den Paternkofel, durchstieg den Alpinisteig in Sexten, die Klettersteige Pisciadù, Via dell’Amicizia, Fennberg, Tofana di Mezzo und andere. Zudem wurden Gletschertouren auf den Similaun, die Hohe Wilde und den Monte Cristallo unternommen.

Die bergsteigerische Glanzzeit begann mit der Eigenständigkeit, d.h. mit der Sektionsgründung im Jahre 1978. Es bildete sich eine Gruppe von Bergsteigern heraus, welche, sei es privat als auch vereinsmäßig, neue Impulse in der Tourentätigkeit brachten. So wurden die Vereinstouren mit mehreren Möglichkeiten ausgeschrieben, wie Normalweg, Aufstieg über Wände und Grate, Überschreitungen und Klettersteige und dies im gesamten Alpenbogen, mit klingenden Namen wie die Ötztaler Wildspitze, Piz Palü, Bellavista und Piz Morteratsch in der Berninagruppe, Monte Rosa mit Signalkuppe und Zumstein, Gran Paradiso in den Westalpen sowie Hochgall-Nordwand und Schneebiger Nock in der Rießerferner-Gruppe.
Dazu kommen die von den Vereinsmitgliedern unternommenen Privattouren, Unternehmungen mit Zielen über alle Kontinente hinweg mit teils bergsteigerischen Hochleistungen. Es begann im Jahre 1980 mit Afrikas höchstem Berg, dem Kilimandscharo. In den Jahren darauf folgten Besteigungen im Hohen Atlas und in Südamerika, wie Cotopaxi, Chimborazo, Huascaran und Aconcagua. Wiederum in Afrika wurden Mount Kenia, Mawenzi und Ruwenzori bestiegen, außerdem die großen Vulkane in Mexiko und der Mount Mac Kinley in Nordamerika. Pankrazer Bergsteiger standen auf den Gipfeln von Ararat und Demawent sowie in Asien am Trisul, Mutstag Ata und Pik Lenin – während die Gipfel der Achttausender Schisha Pagma und Mount Everest nicht erreicht werden konnten.
Abschließend sei zu erwähnen, dass all diese gemeinsamen Unternehmungen über die Jahre hinweg in Sturm, Wind, Schnee und Eis bei allen Entbehrungen zu Kameradschaft und Freundschaft geführt haben, die ein Leben lang hielten und halten werden.

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